Hilfsmittel zur Kommunikation, PC-Bedienung und Umfeldsteuerung
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Mehr Raum für Kommunikation

Der Empfang bei Familie Malicevic ist herzlich. Heute ist ein wichtiger Tag für den ältesten Sohn Aleksander, denn an diesem Nachmittag kommt Nadine Pfeiffer von REHAVISTA mit einem augengesteuerten Kommunikationsgerät.

Aleksander
Zu dieser Hilfsmittelversorgung kam es über glückliche Umwege. Eine engagierte Logopädin, die in der Unterkunft der Familie Deutschunterricht gab, informierte die Kommunikationspädagogin Angela Michel über Aleksanders Sprachlosigkeit. Im Rahmen einer ehrenamtlichen Beratung erkannte diese schnell, dass es für den jungen Mann aufgrund seiner eingeschränkten Motorik extrem beschwerlich ist, einen tabletbasierten Sprachcomputer zu bedienen. Aus diesem Grund wandte sie sich an REHAVISTA und eine Erprobung mit einer Tobii-Augensteuerung zeigte schnell, dass Aleksander in der Lage ist, das Gerät zu bedienen.

Familie Malicevic ist seit 14 Monaten in Deutschland und wartet seit dieser Zeit auf die Anerkennung der Asylberechtigtung. Eine komplexe Hilfsmittelversorgung ist in diesem Übergangszeitraum nicht vorgesehen, in der Konsequenz würde das für Aleksander bedeuten, dass ihm keine Möglichkeit der Unterstützten Kommunikation zur Verfügung gestellt werden kann. “Als ich Aleksander kennenlernte, habe ich schnell gesehen, dass er das Potenzial besitzt, um mit einem Sprachcomputer zurechtzukommen. Ihn nicht angemessen zu versorgen und ihm damit die Chance auf Kommunikation zu versagen, wäre ein Jammer gewesen.” Frau Michel mobilisierte daraufhin persönlich eine Spendenaktion für Aleksander. Der Restbetrag wurde von REHAVISTA gespendet, so dass die Versorgung endlich stattfinden konnte.

Nun ist es soweit:

Bevor es los geht, nimmt Frau Pfeiffer von REHAVISTA noch einige Einstellungen vor. Das Gerät wird genau auf Aleksanders Augen kalibriert.
Die kleine Schwester Andjela schaut mit großen Augen zu, was Nadine Pfeiffer aus dem großen Koffer zaubert. Bevor es losgehen kann, muss der “Tobii C12” zunächst fachgerecht am Rollstuhl befestigt werden. Herr Malicevic lässt sich in der richtigen Handhabung und Befestigung einweisen, während Frau Malecevic zusammen mit ihrem zweiten Sohn Stefan interessiert über die Schulter von Aleksander schaut. Nach der Kalibrierung, bei der das Gerät passgenau auf die Augen von Aleksander eingestellt wird, kann dieser die ersten Felder auswählen. Das klappt auf Anhieb: Der junge Mann findet sowohl die Bananen, die auch auf dem Esstisch zum Zugreifen bereit stehen als auch das Symbol für die Weltkugel, die er als Zeichen für das Internet kennt. Sein Strahlen reicht von einem Ohr zum nächsten.

Sichtbar nervös wird er lediglich, als Nadine Pfeiffer den Tobii wieder entfernt, um den Sitz der Rollstuhlhalterung noch einmal zu optimieren. Zum Glück ist dies schnell erledigt!

Um die Zielgenauigkeit der Auswahl mit den Augen zu erhöhen, trainiert Aleks zunächst mit dem Memory-Spiel, welches in der Software “Communicator” enthalten ist. Ganz offensichtlich klappt es nicht nur mit dem Zielen, sondern auch Aleksanders Gedächtnisleistung funktioniert prima. Sehr sicher findet er Minnie Maus wieder, sehr zu Freude der kleinen Andjela, die mitjubelt, nachdem das Maus-Pärchen aufgedeckt wurde.

“Ich freue mich, dass es mit der Bedienbarkeit klappt. Die Spendenaktion ist ein Volltreffer!”, findet Frau Michel, “Ich habe von Anfang an vermutet, dass viel in Aleksander steckt. Nun hat er die Möglichkeit zu zeigen, was er kann!”. Während Aleksander allen Anwesenden sein charmantestes Strahlen spendiert, verrät Frau Malicevic noch eine aufregende Neuigkeit: “Wir haben die Anerkennung bekommen!” sagt sie voller Erleichterung, “endlich können wir das Übergangsheim verlassen und in eine Wohnung ziehen.” Das Leben zu fünft in einem Raum sei in den letzten Monaten nicht leicht gewesen, bestätigt auch Herr Melicevic. In der neuen Wohnung soll es nicht nur mehr Platz geben, sondern auch jede Menge neue Kommunikationsanlässe für Aleksander!

Alle Staunen, wie gut Aleksander mit den Augen kommunizieren kann.
Die Spendenaktion ist ein Volltreffer. Aleksander kann jetzt zeigen, was in ihm steckt.



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