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"Arbeiten in kleinen Schritten"

In der Tagesförderstätte der Werkstätten-Stiftung kreuznacher diakonie werden 80 Menschen betreut. 40 von ihnen besuchen regelmäßig die verschiedenen Werkgruppen, feste Termine in der Woche, auf die sich die Beschäftigten freuen. Die Ergotherapeuten Christina May, Thomas Meyer und Matthias Müller zeigen den Werkraum, in dem viele verschiedene Maschinen und Vorrichtungen stehen, deren Bedeutung zunächst noch Rätsel aufwirft. Ist das … eine Brotschneidemaschine? Und das ein Massagegerät? Fragen über Fragen, die nach und nach beantwortet werden.

Maike und Ümit
Als erstes steht Papiergestaltung auf dem Programm. Hierfür benötigen die Kreativen Farbe, Papier, Kleister, ein Polizeiauto, Golfbälle, kreativ adaptierte Maschinen sowie PowerLink und Taster. Maike Bachler und Ümit Ulus suchen zuerst die Farben aus. Maike nutzt hierfür einen All-Turn-It-Spinner mit einer farbigen Wählscheibe, den sie über eine Taste ansteuert. Anschließend werden die gewünschten Farben auf ein Papier aufgetragen, das auf einer elektrischen Töpferscheibe liegt. Abwechselnd steuern die beiden über ihre Taster immer wieder den Teller an. Durch die schnelle Drehung wird die Farbe verteilt und ein schönes Muster entsteht.
Rebecca und Frau May

Daneben sitzen Rebecca Jung und Franziska Anton an einem umgebauten Exzenterschleifer. Die von ihnen ebenso über den All-Turn-It-Spinner ausgesuchten Farben werden auf einem Papier verteilt. Ihre Taster setzen einen Rüttelmechanismus in Gang, der wiederum Golfbälle durch die Farbe rollen lässt.
Franziska
Franziska versucht, ihren Taster zur Abwechslung mit dem Kopf auszulösen, doch da Rebecca die Maschine gerade arbeiten lässt, vibriert alles – auch Franziskas Nase. Schallendes Gelächter im Raum, alle amüsieren sich. Eine von vielen lustigen Situationen dieses Tages, die Atmosphäre ist angenehm und entspannt: Ein gutes Arbeitsklima ist wichtig!
Christoph und Jessica
Auch ein Polizeiauto – ein kleines, adaptiertes natürlich – kann dazu verwendet werden, interessante Muster auf die Leinwand zu bringen. Das beweisen uns Christoph Bork und Jessica Orth. Sie betätigen mit ihren Tastern jeweils den Vorwärts- bzw. Rückwärtsgang des Autos, das sie fleißig durch die Farbe fahren lassen. Ein ungewöhnlicher, aber effektiver Einsatz von adaptiertem Spielzeug. Aus dem bunten, schön gestalteten Papier werden später Glückwunschkarten, Buchumschläge und Geschenkverpackungen.
Sascha an der Filz-Maschine

Auftritt Massagegerät: In einer Spezialkonstruktion stellt es den Antrieb für eine Filzvorrichtung dar. Man nehme Noppenfolie, Filzwolle, Wasser und Seife, ein Tuch und eine Wurzelbürste – und Sascha Kreft, der das Ganze in Gang setzt. Mit dem Taster an seinem Ellenbogen steuert er das Gerät an, das für eine auf dem PowerLink eingestellte Zeit zu vibrieren beginnt. So entsteht nach und nach dichter Filz, der weiterverarbeitet wird.
S.B. am Standbohrer

Außer mit Papier und Filz wird auch mit Holz gearbeitet. Der Beschäftigte S. B. wird uns zeigen, wie präzise es sich mit einem umgebauten und adaptierten Standbohrer arbeiten lässt. Sein Job ist es, Vierkanthölzer mit Löchern zu versehen, damit diese dann später zu Topfuntersetzern montiert werden können. Sicher und stolz bedient er die Maschine, fast im Akkord und ohne Hilfe.
Dennis und der Dremel
Auch ein weiterer Bohrer ist mit PowerLink und Taster „gebändigt“: Dennis Wright macht damit Löcher in dünne Holzplatten, die später als (Peddigrohr-)Korbböden in einer anderen Werkgruppe benötigt werden. Es sieht aus, als mache ihm die Arbeit Spaß: „Ah jo!“ Das verstehen selbst norddeutsche Besucher!
Dass auch ein Bandschleifer kein Hindernis darstellen muss, erfahren wir von Wolfgang Beutel.
Wolfgang am Bandschleifer
Wieder kommen Kreativität sowie ein PowerLink und ein Taster zum Einsatz. Dass die Kanten der Hölzer für die Topfuntersetzer schön glatt sind, dafür sorgen er und auch David Kunz. Er sitzt an einer elektrischen Brotschneidemaschine, die in ihrem zweiten Leben eine Schleifmaschine wurde. Wie das funktioniert? Das ist eine andere Geschichte …
David sorgt für glatte Flächen.

Diese Einrichtung ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, dass man mit viel Kreativität, Willen, ein paar Hilfsmitteln und Geduld verschiedene Menschen zu einer sinnstiftenden Beschäftigung bringen kann. REHAVISTA bedankt sich bei allen Mitwirkenden für diesen spannenden und lustigen Tag!



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