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(K)ein Junge wie alle anderen!

Lukas (im Bild hinten) liebt den Zweikampf

Lukas ist eigentlich ein Junge wie andere Jungen in seinem Alter auch. Sein Herz schlägt für Fußball und besonders für den FC Bayern München. Er kommt oft mit dem T-Shirt dieser Mannschaft in die Schule und nimmt im kompletten Trikot am Sportunterricht und an der Fußball AG teil. Ein echter Fan eben. In seiner Freizeit macht er Karate. Hier liebt er besonders den Zweikampf. In den Ferien geht Lukas mit seinen Eltern und Geschwistern gerne zum Schwimmen und ist auch sonst bei allen Freizeitaktivitäten der Familie dabei. Mit seinem Physiotherapeuten fährt er auf dem Skateboard durch die langen Flure seiner Schule.

Also ehrlich gesagt ist er doch kein so normaler Junge wie die anderen. Es muss für ihn immer ein bisschen wilder sein. Es darf gerne von allem etwas mehr sein und er ist dabei auch hart gegen sich selbst. Ein richtiger „Hans Dampf“, der nie nein sagt wenn es um Action geht.

Ein Talker mit Wortstrategie hilft ihm, sich auszudrücken

Da gibt es noch etwas, das ihn von Anderen unterscheidet. Lukas ist von Geburt an körperbehindert. Er kann nicht selbstständig laufen und er kann nicht sprechen. Mit Hilfe eines Geh-Apparats, eines sog. Walkers, kann er sich selbstständig fortbewegen. Da seine oberen Extremitäten von der dystonischen Bewegungsstörung besonders betroffen sind, verfügt Lukas nur über eine kleine Anzahl von Handzeichen, die seinem näherem Umfeld vertraut sind. Diese helfen ihm, seine Grundbedürfnisse auszudrücken.

Für einen Typ wie Lukas, der gerne auf Andere zugeht und überall dabei sein will, war diese Form der Kommunikation natürlich nicht ausreichend. Sein erster Talker ohne Wortstrategie, mit dem er in der Grundschule versorgt worden war, half ihm den Umgang mit einem Talker zu erlernen. Mit Verlassen der Grundstufe in die weiterführende 5. Klasse an einer Schule für Körperbehinderte wurde der Bedarf einer erweiterten Kommunikation deutlich.

Hurra: Das Gerät ist endlich da!
Schließlich folgte ein Termin in der Beratungsstelle für Unterstützte Kommunikation mit seiner Mutter, seiner Lehrerin und seinen Therapeuten. Zweck des gemeinsamen Treffens war eine Hilfsmittel-Erprobung mit einer Beraterin von REHAVISTA. Ein DynaVox Vmax mit der Wortstrategie Gateway wurde erfolgreich getestet und eine dreimonatige Erprobung bei der Krankenkasse beantragt. Die Zeit bis zur Auslieferung muss dem ungeduldigen Jungen wie eine Ewigkeit vorgekommen sein, da es noch bürokratische Hürden zu überwinden galt. Endlich kam der Tag der Auslieferung. Lukas nutzte den Talker anfangs mit einem Trackball, den er mit seinem linken Fuß steuerte. Heute steuert er ihn lieber direkt mit der Großzehe über den Touchscreen.

Nach einer Einweisung durch die Beraterin machte er sich, voller Konzentration und mit viel Spannung, an die ersten Schritte an diesem Rechner. Diese gelangen ihm auf Anhieb so gut, dass seine Mutter schmunzelnd kommentierte: „Na, prima, jetzt habe ich in den nächsten 14 Tagen keinen Jungen mehr“. So kam es dann auch: er verbrachte jede freie Minute vor seiner DynaVox und klickte sich durch die Funktionsweisen und Möglichkeiten des Gerätes, bis er sie beherrschte. Auch seine Geschwister und seine Mitschüler zeigten von Anfang an großes Interesse an seinem neuen Gerät, mit dem er nun intensiver mit ihnen quatschen kann. Der Aufbau der Wortstrategie ist einfach und beruht auf dem unserer Lautsprache. So ist sie für das Umfeld des Nutzers nachvollziehbar und macht Lust, es auch mal auszuprobieren. Der Nutzer steht so im Mittelpunkt statt außen vor.

Lukas liebt Fußball und ist riesiger Bayernfan!

Zahlreiche Dateien aus dem Internet lassen sich problemlos auf den Talker des Bayernfan laden, z.B. die Fußball Bundesliga-Seiten für die DynaVox. (Wenn Lukas beim Fußballspielen seinen Talker aus der Schusslinie halten soll, nutzt er das Kommunikationsbuch Fußball von Sabina Lange. Damit lässt es sich prima kommentieren, jubeln, schimpfen und fachsimpeln). Auch im Unterricht in der Schule kommt das Vmax vielfältig zum Einsatz und ist aus dem Alltag des Jungen überhaupt nicht mehr wegzudenken. Kommunikationsgeräte sind für Menschen wie Lukas, die sich nicht behindern lassen wollen, wirklich ein Segen.



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