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Manfred Owczarzak hat den Schalk im Nacken

Owczarzak
Humorvoll: Manfred Owczarzak hat den Schalk im Nacken

Manfred Owczarzak wartet bereits im Wohnzimmer. Seine Kommunikationshilfe SPOK21 steht vor ihm auf dem Tisch. Der 70-jährige wirft gespannte Blicke auf seinen Besuch, der so eben durch die Haustür kommt – die Logopädin Imke Seidel lässt sich selbst hinein. Ihr Patient ist aufgrund einer ALS-Erkrankung motorisch stark eingeschränkt; da das Gehen ihm große Mühe bereitet, erspart sie ihm bei ihren Besuchen den Weg zur Haustür.

Owczarzak lächelt verschmitzt und bietet den hereinkommenden Gästen einen Platz am Tisch an. Bereits dieser kurze Augenblick vermittelt ein Gefühl: Das Interview wird Spaß machen. Der grauhaarige Herr mit Brille macht sich bereit. Er versichert sich der Aufmerksamkeit der Anwesenden und betätigt eine Kurzspeichertaste auf seinem Sprechcomputer:

“Guten Tag meine Damen”, ertönt es aus dem Gerät, “bevor wir mit dem Interview beginnen, sollten wir über meine Provision verhandeln. Angebote unter 5.000 Euro nehme ich nicht entgegen.” Sofort lockert sich die Stimmung. Der erste Eindruck hatte nicht getäuscht: Owczarzak hat den Schalk im Nacken! Er fährt fort: “Aber, aber meine Damen, nichts für ungut. Für einen kleinen Scherz bin ich immer zu haben.” Das kann seine Logopädin ausdrücklich bestätigen.

Der sympathische Gastgeber ist nun bereit über sich und seine Sprachbeeinträchtigung zu reden. Als hätte er geahnt, was genau auf ihn zukommt, hat er auf fast alle Fragen bereits eine passende Antwort eingespeichert. “Ich bin sehr zufrieden mit dem Gerät,” lässt er über eine weitere Taste verlauten, “es ist eine gute Sache für Sprachbehinderte, um wieder an einer Unterhaltung teilzunehmen. Meine Hochachtung vor den Menschen, die so etwas entwickelt haben!” Zwei Tage hätte er gebraucht, um das Gerät komplett “in den Griff zu kriegen” – inklusive aller Speicher- und Abruffunktionen. Davon profitierte auch seine Logopädin. Als Frau Seidel einem anderen Patienten den SPOK vorschlagen wollte, demonstrierte er ihr vorab alle wichtigen Funktionen.

Das Gerät ist inzwischen zu einem festen Bestandteil seines Lebens geworden. Owczarzak kommuniziert darüber mit seiner Familie, seinen Nachbarn, den Therapeutinnen und mit dem Mann, der regelmäßig zur Reinigung seines Aquariums kommt.

Imke Seidel
Imke Seidel nimmt den Anruf entgegen

Besonders schätzt er die Möglichkeit mit dem SPOK telefonieren zu können. Eine seiner drei Töchter lebt mit ihrer Familie in Amerika. Einmal die Woche spricht er mit ihr und mit seinen Enkeln und kann so dank der Kommunikationshilfe den Kontakt halten. Vor den Telefonaten speichert er sorgfältig alles ein, was er mitteilen möchte. Das Telefon stellt er auf “laut” und legt es neben den Sprachcomputer – das funktioniert einwandfrei. Wenn er spontan etwas hinzufügen möchte, tippt er seine Nachricht während des Telefonats ein. Seine Gesprächspartner wissen Bescheid und warten die Pausen ab.

Gern ist Manfred Owczarzak bereit, seine Methode vorzuführen. Imke Seidel verlässt dazu mit ihrem Handy den Raum. Der 70-jährige tippt seine Botschaft ein und wählt die Nummer seiner Logopädin: “Hallo Frau Seidel, hier Owczarzak aus Ahlhorn am Telefon.” Die Verbindung klappt. Frau Seidel bestätigt, dass ihr Patient sich hin und wieder meldet, um Termine zu verabreden oder zu ändern. Selten käme es dabei zu Verständigungsproblemen.

Auch in seinem Umfeld wurde das Gerät schnell als eine Bereicherung akzeptiert. Amüsiert erinnert sich Owczarzak, was sein Nachbar für Augen machte, als er eines Tages mit dem SPOK vor seiner Tür stand und sich plötzlich wieder unterhalten konnte. Der Sprechcomputer ist für ihn offensichtlich nicht nur bloße Notwendigkeit zur Verständigung, sondern auch ein Mittel, um seinem Witz und Charme Ausdruck zu verleihen: “Nun meine Damen, danke für Ihren Besuch und kommen Sie gut nach Hause!” verabschiedet er sich charmant mit einem Lächeln. Zusammen mit dem Besuch verlässt auch die Gewissheit den Raum: Humor findet auch über eine synthetische Stimme Gehör!

Alle in “Anführungsstriche” gesetzte Passagen sind Original-Zitate, die Manfred Owczarzak per SPOK21 geäußert hat.



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