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"Wenn ich wieder reden kann, mache ich eine Ausbildung!"

Acht Jahre ist es her, dass Marika Tossios, heute 27 Jahre alt, an einer Sinusvenenthrombose erkrankte. Sechzehn Monate verbrachte die junge Frau danach im neurologischen Rehabilitationszentrum „Friedehorst“ in Bremen-Nord. „Die Zeit in der Reha war gut“, schreibt Frau Tossios auf ihrer Kommunikationshilfe, „man hat mir dort sehr geholfen und mir vieles neu beigebracht, z.B. zu gehen, zu essen und mich anzuziehen.“ In Friedehorst erhielt sie auch ihren ersten Lightwriter, Modell SL35. „Die ersten Monate nach der Krankheit waren ganz schwer, ich konnte ja nichts sagen“, erinnert sie sich. „Dann bekam ich meinen ersten Lightwriter. Damit konnte ich wieder am Leben teilnehmen.“ Dieses verbrachte Frau Tossios nach der Reha zunachst bei ihren Eltern, bevor sie vor knapp zwei Jahren in ihre eigenen vier Wande zog. Hier fuhlt sie sich richtig wohl – „beide Daumen hoch“ zeigt die junge Frau und lachelt.

Marika Tossios

Seit wenigen Wochen nun nutzt Frau Tossios das aktuelle Modell der ihr gewohnten schriftsprachbasierten Hilfe: einen Lightwriter SL40. Sie freut sich über die verbesserte Sprachausgabe und besonders über die vergrößerte Schrift an der Rückseite des Geräts. An diesem zweiten Display können ihre Gesprächspartner besser mitlesen, wenn sie eine Mitteilung eintippt. Frau Tossios zieht es vor, ihr Gegenüber am Display zeitgleich mitverfolgen zu lassen, was sie sagen möchte; die Kommunikation laufe so schneller, da der Partner nicht abwarten müsse, bis die Nachricht komplett eingegeben und ausgesprochen würde. Viele Inhalte erschließen sich so schon während des Schreibens. Die gelernte Schifffahrtskauffrau ist sehr flink im Tippen ihrer Mitteilungen: Ist der Gesprächspartner einen kurzen Moment abgelenkt, ist schnell ein Wort verpasst. Da sie überwiegend über geschriebene Sprache kommuniziert, wird jeder Rechtschreibfehler sofort von ihr korrigiert, auch wenn dieser die Aussprache des Wortes nicht verändert hatte. „Meine Ausbildungszeit kommt mir heute sehr zugute“, schreibt sie, „damals habe ich das Zehnfingersystem beherrscht. So kann ich auch jetzt noch recht schnell eintippen, was ich sagen möchte.“

Wenn ich wieder reden kann, mache ich eine Ausbildung!"

Die Sprachausgabe nutzt Frau Tossios z.B. im Gespräch mit einem blinden Freund oder wenn ihr Gesprächspartner aus anderen Gründen nicht mitlesen kann; etwa weil er oder sie sich im Raum bewegt oder einen Teil ihrer Mitteilung verpasst hat.
In regelmäßigen Therapiestunden mit ihrer Logopädin arbeitet sie außerdem stetig an der Verbesserung ihrer eigenen Lautsprache. „Gut sprechen kann ich immer noch nicht“, schreibt Frau Tossios, „das ,R‘ zum Beispiel kommt noch gar nicht. Ich arbeite aber weiter daran. Wenn ich wieder reden kann, möchte ich eine Ausbildung machen.“ Ihren Beruf als Schifffahrtskauffrau will sie nicht wieder aufnehmen. Ihr Traum stattdessen: eine Ausbildung zur Ergotherapeutin.



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