Erfolgsgeschichten, Therapiealltag

Wolfgang Meier

Ur­-Kölner, Karnevalist und Katholik


„Ich bin Ur­-Kölner, Karnevalist und Katholik“ – so stellt sich Wolfgang Meier seinen BesucherInnen vor und zeichnet damit ein genaues Bild der Themen, die ihm wichtig sind.Der ehemalige Literat der „Kölsche Rote Funke“, des ältesten Traditions corps im Kölner Karneval, ist ein geselliger Mensch und sogleich eine Goldgrube an Anekdoten. Mit seiner Stimme, die in ihremsympathischen Kölsch kaum zu bremsen ist, plaudert er nicht nur mit seinen BesucherInnen, sondern bedient auch sein sprachgesteuertes Umfeldkontrollsystem.

Wolfgang Meier unterhält sichWolfgang Meier im Gespräch.

An die Umfeldsteuerung angebunden sind unterschiedliche Geräte, die dafür sorgen, dass er seinen Alltag unabhängiger gestalten
kann. Dazu gehört unter anderem die Höhen­verstellung des Bettes aber auch die Kontrolle über das TV­-Gerät. „Während der Fuß­ball­-EM
habe ich viel im Videotext gestöbert; z.B. habe ich mir anzeigen lassen, was die ein­zelnen Nationalhymnen bedeuten“, berichtet Herr Meier.
Natürlich erzählt er dies auf Kölsch, was sich dann ganz anders anhört.

Der Besuch aus Bremen muss deswegen hin und wieder nachfragen; die Sprachsteuerung im Übrigen auch! „Aus irgendeinem Grund
machte mir der Kollege aus Grün (im Videotext: eine Seite vor) manchmal Gelb (zehn Seiten zurück) und dann kann ich wieder von vorne anfangen. Also das verstehe wer will! Wir haben nun Gelb durch Horst ersetzt, jetzt funk­tioniert es!“

Von den gelegentlichen Verhörern abgesehen ist Herr Meier mit seinem System aber zufrieden. Besonders wichtig ist dem kommunikativen Ehemann, Vater und Opa die Schnittstelle zu seinem Telefon. Mit der Sprachsteuerung bedient er Funktionen wie „Wählen/Anrufen“ aber auch „Abheben“, um ankommende Anrufe entgegenzunehmen, zum Beispiel von seinen Enkelkindern oder seinen Kollegen von den
„Roten Funken“. Erst vor zwei Wochen fand bei Meiers ein sogenannter „Knubbel­Frühschoppen“ statt; ungefähr 50 Karnevalisten fanden sich dazu beim Ehepaar zum Grillen ein. Obwohl er sein Amt als Literat 2012 aus gesundheitlichen Gründen abgab, gehören Herr Meier und die „Roten Funken“offensichtlich untrennbar zusammen.

„Am Anfang der Session kam die Truppe als Überraschung vorbei und tanzte für mich auf der Straße vor dem Haus!“ (Kurze Pause). Diese Halunken!“, poltert er dann und zwinkert gerührt. Bei der Erinnerung fehlen selbst dem Kölner kurz die Worte.



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