Unterstützte Kommunikation
Literaturtipps rund um die Unterstützte Kommunikation (UK)
Was ist Unterstützte Kommunikation (UK)?
Unterstützte Kommunikation ermöglicht nicht oder kaum sprechenden Menschen mit geeigneten Hilfsmittel anderen verständlich mitzuteilen, was sie denken, fühlen und möchten. Die Wahl des geeigneten Kommunikationshilfsmittels hängt von den vorhandenen Fähigkeiten und Kommunikationsbedürfnissen ab.
„Unterstützte Kommunikation“ ist die deutsche Bezeichnung für das Fachgebiet der Augmentative (ergänzenden) and Alternative (ersetzenden) Communication (AAC) mit dem Ziel der Verbesserung der Kommunikation und Mitbestimmung von Menschen mit schwer verständlicher oder fehlender Lautsprache (vgl. Braun 2020).
Unterstützte Kommunikation leistet damit einen elementaren Beitrag zu Teilhabe und Partizipation von Menschen mit Kommunikationsbeeinträchtigungen im Sinne der Internationalen Klassifizierung von Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF). Durch die Methoden der UK kann jede/r Einzelne seine/ihre fehlende oder eingeschränkte Lautsprache in allen Aktivitäten ausgleichen.
Die Rolle des Umfeldes ist wichtig damit UK gelingt
Der Erfolg von Unterstützter Kommunikation hängt im hohen Maße von der Akzeptanz des Hilfsmittels durch das Umfeld und ihrem Wissen, wie man die Kommunikationshilfe, einsetzt, ab. Den Kommunikationspartner:innen kommt eine Vorbildfunktion im Sinne von Modelling zu. Wenn z.B. das Umfeld Symbole zur Kommunikation nutzt, ist es für UK-Nutzer:innen einfacher zu lernen, auch damit zu kommunizieren. Eine Vorbildfunktion nehmen Therapeut:innen, Pädogog:innen aber auch für Angehörige ein.
Kommunizieren mit einem Hilfsmittel benötigt Zeit, wichtig ist daher auf Seiten der Kommunikationspartner:innen die erforderliche Geduld aufzubringen.
Welche Methoden verwendet die Unterstützte Kommunikation?
Mit unseren Kommunikationshilfen geben wir Menschen mit Kommunikationsbeeinträchtigungen eine Stimme und verschaffen ihnen dadurch Gehör. Die Methoden der UK werden innerhalb des sogenannten „multimodalen Kommunikationssystems“ nach „körpereigenen“ und „externen“ Formen gruppiert. Zu den körpereigenen Kommunikationsformen gehören neben konventionellen Formen wie Lautsprache, Mimik und Gestik auch Gebärden und basale physiologische Kommunikation (Atemrhythmus, Tonusveränderungen, etc.). Wird als Kommunikationsform ein körperfremdes Hilfsmittel verwendet, bezeichnen wir dies als externe Form. Neben der Kommunikation über Realgegenstände, Fotos oder einzelne Symbole gehören u.a.der Einsatz von Kommunikationshilfen wie Kommunikationsbücher und Sprachcomputer zu den externen Kommunikationsformen. Wir unterscheiden die Kommunikationshilfen in einfache Hilfen wie Sprechende Tasten sowie elektronische und nicht-elektronische Geräte. Die elektronischen Geräte enthalten eine dynamische Kommunikationssoftware, wie z.B. die Talk Pads während die nicht-elektronischen Hilfen statische Inhalte nutzen, wie z.B. der QuickTalker.
Multimodalität bezeichnet das Verwenden verschiedener Kommunikationsformen: körpereigener und externer. Dabei können die vorhandenen Kommunikationsformen kombiniert oder auch gegenüber verschiedenen Gesprächspartner:innen variabel eingesetzt werden, um eine effektive Kommunikation herzustellen.
Auf die motorischen Kompetenzen angepasste Eingabemethoden
Die passende Kommunikationsform der UK wird individuell nach Kompetenzen und Bedarf der Nutzer:innen ausgewählt und entsprechend individuell angepasst. Die Inhalte sind variabel: von erster Kommunikation und Kontaktaufnahme bis hin zur komplexen Kommunikation über Schriftsprache. Die Eingabemethode mit der eine Kommunikationshilfe angesteuert wird, hängt von den motorischen Kompetenzen ab. Neben der manuellen Bedienung können Geräte auch im Scanning (Talk Pads und Grid Pads), mit Mausersatzgeräten (wie Joysticks etc.) oder sogar den Augen (Grid Pads) gesteuert werden. Durch das Anpassen von Kommunikationshilfen an die benötigte Ansteuerung ist innerhalb des Fachgebietes der UK die Schnittstelle zur „Assistiven Technologie“ gegeben. Sie spielt für einige UK-Nutzer:innen eine große Rolle, wenn beispielsweis der PC oder das Umfeld (Licht, TV etc.) mit der Kommunikationshilfe bedient werden sollen.
Die Grid Pad-Familie: Grid Pad Go 10, Grid Pad 13 mit Augensteuerung und Grid Pad 16
Wichtig zu wissen: Hilfsmittel der Unterstützten Kommunikation sind Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen.
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Fachliteratur
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