Wie lässt sich beurteilen, ob eine Kommunikationshilfe medizinisch erforderlich ist?
Eine Kommunikationshilfe kann erforderlich sein, wenn die versicherte Person aufgrund einer Erkrankung oder Behinderung ihre grundlegenden Kommunikationsbedürfnisse nicht ausreichend selbstständig erfüllen kann. Entscheidend ist, ob durch das individuell angepasste Hilfsmittel eine wesentlich verbesserte Verständigung im Alltag im Sinne von mehr Selbständigkeit und Teilhabe gefördert wird:
- die versicherte kommuniziert Person häufiger
- sie trifft selbstständiger Entscheidungen ,
- nimmt aktiver am sozialen Leben teil
- kann alltägliche Situationen besser bewältigen
Welche Rolle spielt die Erprobung vor der Versorgung?
Die Erprobung ist ein wichtiger Bestandteil der Hilfsmittelversorgung. Sie hilft festzustellen, ob die ausgewählte Kommunikationshilfe den individuellen Anforderungen entspricht, im Alltag genutzt wird und die angestrebten Kommunikationsziele erreicht werden.
Können Kommunikationshilfen auch sinnvoll sein, wenn eine Person noch eingeschränkt sprechen kann?
Ja. Kommunikationshilfen kommen nicht nur bei vollständigem Sprachverlust zum Einsatz. Sie unterstützen auch Menschen , deren Sprache schwer verständlich, stark verlangsamt oder situationsabhängig eingeschränkt ist. Oft ergänzen sie die vorhandene Lautsprache und erleichtern erheblich die Kommunikation .
Warum kann dieselbe Diagnose zu unterschiedlichen Versorgungen führen?
Unterschiedliche Fähigkeiten, Ressourcen und Kommunikationsbedürfnisse können bei gleicher Diagnose zur Entscheidung für unterschiedliche Kommunikationshilfen führen.
Warum lohnt sich von Anfang an eine passgenaue Versorgung ?
Eine bedarfsgerechte Versorgung erhöht die Akzeptanz und damit den täglichen Einsatz des Hilfsmittels. Kommunikationsbarrieren werden durch die Kommunikationshilfe abgebaut und unnötige Folgeanpassungen oder ein Versorgungswechsel vermieden.